Kalorien Guide - Kalorien, Kohlenhydrate, Eiweiß, Fett - Nährwerte von Lebensmitteln

Avocado: Kalorien und Nährwerte

Bereits die Azteken bauten Avocados an und wussten die gesunden Früchte zu schätzen. Im Mittelmeerraum wird die Butterfrucht jedoch erst seit dem letzten Jahrhundert kultiviert. Das Besondere der Avocadobirne ist, dass sie nicht am Baum reift, sondern noch unreif zu Boden fällt. Dort erst beendet die Frucht nach einigen Tagen ihren Reifeprozess. Frisch gepflückte Avocados sind also niemals für den Verzehr geeignet. Dennoch dürfen Sie die harten Früchte im Supermarkt kaufen.

Die Avocados reifen in Zeitungspapier eingewickelt oder neben Äpfeln gelagert zu Hause rasch nach. Möchten Sie die Frucht am Tag des Kaufes verzehren, müssen Sie auf eine Butterbirne zurückgreifen, die schon länger im Regal des Supermarktes liegt. Mithilfe des Drucktests lässt sich die Reife feststellen. Gibt die Haut beim Drücken nur leicht nach, ist die Avocado reif. Lässt sich die Frucht tiefer eindrücken, ist sie überreif.

Bei Menschen, die auf ihre schlanke Linie achten, ist die exotische Frucht eher verpönt. Das liegt am hohen Fettgehalt, den die Avocado aufweist. Was es damit auf sich hat und ob der hohe Fettgehalt auch den Kaloriengehalt negativ beeinflusst, erfahren Sie, wenn Sie weiterlesen.

Avocado: Kalorien und Nährwerte

Wie bei allen Früchten wird zumindest der Zuckergehalt und somit auch die Menge der vorhandenen Kohlenhydrate vom Einfluss der Sonne bestimmt. Aber auch die anderen Nährwerte sind von den Umweltbedingungen und auch von der Anbautechnik abhängig. Außerdem gibt es auch bei der Avocado unterschiedliche Züchtungen, die ebenfalls verschiedene Nährwerte aufweisen. In Deutschland sind überwiegend die grüne Avocado mit glatter Schale und die schwarze Avocado mit warziger Schale erhältlich.

Die grüne Avocado stammt aus der Zuchtsorte Fuerte. Sie wiegt zwischen 250 Gramm und 450 Gramm. Die schwarze Avocado ist unter dem Zuchtnamen "Hass" bekannt. Die kleine Avocadobirne erreicht in der Regel ein Gewicht zwischen 140 Gramm und 400 Gramm.

100 Gramm grüne Avocado:

  • 669 kJ / 160 kcal
  • 2 Gramm Eiweiß
  • 14,7 Gramm Fett
  • 8,5 Gramm Kohlenhydrate

100 Gramm schwarze Avocado:

  • 995 kJ / 221 kcal
  • 1,9 Gramm Eiweiß
  • 23,5 Gramm Fett
  • 0,4 Gramm Kohlenhydrate

Es gibt auch Avocado Züchtungen, die einen geringeren Fettgehalt aufweisen. So liegt der Fettanteil beispielsweise bei der:
Booth7 bei 10 bis 14 %
Booth8 bei 6 bis 8 %
Choquette bei ca. 13 %
Pollock bei 3 bis 5 %
Waldin bei 6 bis 10 %

Da die angeschnittene Avocado sich schnell verfärbt, verarbeiten wir in der Regel stets eine ganze Frucht. Damit Sie sich ungefähr vorstellen können, welche Nährwerte und welchen Energiewert die Frucht in Ihren gemischten Salat einbringt, finden Sie im Anschluss die Werte jeweils für eine ganze, mittelgroße Avocado der Züchtung Fuerte oder der Züchtung Hass:

1 grüne Avocado (ca. 300 Gramm):

  • 2.007 kJ / 480 kcal
  • 6 Gramm Eiweiß
  • 44,1 Gramm Fett
  • 25,5 Gramm Kohlenhydrate

1 schwarze Avocado (ca. 250 Gramm):

  • 2.312 kJ / 552 kcal
  • 4,7 Gramm Eiweiß
  • 58,7 Gramm Fett
  • 1 Gramm Kohlenhydrate

Avocado

Wie sich unschwer erkennen lässt, ist der Fettgehalt beider Sorten relativ hoch. Nicht umsonst zählt sie zum kalorienreichsten Obst. Wenn Sie auf Ihre schlanke Linie bedacht sind, sollten Sie nicht allzu oft zur Avocado greifen. Es ist ebenfalls sinnvoll die Frucht auf zwei Mahlzeiten aufzuteilen. Wenn Sie vermeiden möchten, dass sich Ihre angeschnittene Avocado verfärbt, belassen Sie den Kern in der Hälfte, die Sie aufbewahren möchten. Zusätzlich beträufeln Sie das Fruchtfleisch mit etwas Zitronensaft und schlagen die Fruchthälfte in Frischhaltefolie ein. Warum Sie nicht gänzlich auf die Avocadobirne verzichten sollten, erfahren Sie im nächsten Abschnitt.

Ist die Avocado gesund?

Selbst wenn die Avocado zu knapp einem Viertel aus Fett besteht, handelt es sich um eine sehr gesunde Frucht. Denn sie weist einen hohen Anteil einfach und mehrfach ungesättigter Fettsäuren auf. Die Fettsäuren senken den Cholesterinspiegel und beugen auf diese Weise Herz-Kreislauferkrankungen vor.

Außerdem enthält die Frucht viel Vitamin C und E. Und sie ist ebenfalls reich an verschiedenen Vitaminen der B-Gruppe. An Mineralstoffen und Spurenelementen hat sie Magnesium, Kalzium und Kupfer zu bieten. Während Vitamin C das Immunsystem stärkt, steht Vitamin E für junge und gesunde Haut. Die Vitamine der B-Gruppe sind in erster Linie für den Stoffwechsel notwendig. Besonders die Haut und das Nervensystem sind auf diese Vitamine angewiesen.

Magnesium und Kalzium sind zwei Minerale, die für das Muskelsystem notwendig zeichnen. Während mithilfe von Magnesium die Muskeln entspannen, spannen sie sich durch Kalzium an. Außerdem werden die Mineralien für den Knochenaufbau und für ein gesundes Nervensystem benötigt. Kupfer trägt unter anderem zur Blutbildung bei und ist an der Energiegewinnung beteiligt.

Wie die Avocado zubereiten?

Die Avocado schmeckt weder süß noch herzhaft. Daher kann sie sowohl im Obstsalat, wie auch im gemischten Salat Verwendung finden. Zur Verarbeitung halbieren Sie die reife Frucht, entfernen den Kern und die Schale und schneiden anschließend das Fruchtfleisch in große Schnitze oder kleine Würfel. Auf dem Butterbrot schmeckt sie roh mit Salz und Pfeffer bestreut ebenso lecker, wie leicht gezuckert.

Auch die überreife Avocado muss nicht entsorgt werden. Da sie sich nur schwer schneiden lässt, halbieren Sie die Frucht. Entnehmen Sie den Kern und kratzen Sie anschließend das weiche, cremige Fruchtfleisch aus der Schale. Sie können die überreife Frucht im Smoothie verwerten. Oder Sie verarbeiten Sie als schmackhaften Brotaufstrich. Entweder verwenden Sie dazu die Fruchtcreme pur oder Sie belegen das Brot zusätzlich mit Wurst oder Käse.

Das weiche Avocadofleisch lässt sich außerdem mit Chilistückchen und kleinen Tomatenwürfeln zu einem feurig-scharfen Dipp verrühren, der sich hervorragend fürs Knabbergebäck eignet. Aber auch rohe Karottenstreifen oder Paprikaringe lassen sich mit dem Avocado-Dipp aufpeppen. Alternativ stellen Sie aus dem reifen Fruchtfleisch eine schmackhafte Avocadocreme her.

Avocadocreme Rezept zum selber machen

  • Pürieren Sie das weiche Fruchtfleisch. Dazu können Sie den Pürierstab verwenden, aber mit der Gabel geht es auch.
  • Schälen sie eine Knoblauchzehe und pressen Sie sie über das Avocadomus.
  • Soll die Creme nicht nur herzhaft, sondern auch pikant werden, schneiden Sie eine halbe Chilischote in winzig kleine Würfelchen und mischen sie ebenfalls unter.
  • Mit Salz und Pfeffer abschmecken und fertig ist die Creme.
  • Sie passt prima zu gekochten Kartoffeln und ergänzt auch das Beilagenbuffet bei der Grillparty perfekt.

Da sich das Avocadofleisch durch die Berührung mit Sauerstoff rasch verfärbt und unansehnlich wird, sollten Sie Ihre frisch zubereitete Creme mit etwas Zitronensaft beträufeln. Dadurch vermeiden Sie die Braunfärbung. Verwenden Sie die Creme erst später, decken Sie sie zusätzlich mit etwas Frischhaltefolie ab und stellen sie in den Kühlschrank.

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