Kalorien Guide - Kalorien, Kohlenhydrate, Eiweiß, Fett - Nährwerte von Lebensmitteln

Granatapfel: Kalorien und Nährwerte

Der Granatapfel ist schon seit Jahrhunderten als Nahrungsmittel und als Genussmittel bekannt. Sowohl in Erzählungen aus der griechischen Mythologie, wie auch in der Bibel kommt er vor. Dennoch gilt er in Deutschland als exotische Frucht, an die sich viele nicht heranwagen.

Dabei sollte zumindest den eingefleischten Cocktail-Trinkern der Geschmack von Granatapfelsaft nicht ganz fremd sein. Schließlich besteht Grenadine, der rote Fruchtsirup, der sowohl im Tequila Sunrise, wie auch im Caribbean Dream und im Singapore Sling untergemischt wird, aus dem Saft des Granatapfels. Weitaus gesünder und schmackhafter als der süße Sirup ist jedoch die Frucht selber.

Auch wenn sie äußerlich dem heimischen Apfel etwas ähnelt, sieht sie unter der Schale ganz anders aus. Wenn Sie einen Granatapfel halbieren, werden Sie viele kleine, rote Kerne entdecken, die sich in mehreren Kammern befinden. Beim Auslösen der leckeren, süßsauren Kerne ist jedoch Vorsicht geboten. Denn wird ein Kern verletzt, spritzt der rubinrote Saft heraus und hinterlässt Flecken, die sich nur schwer wieder entfernen lassen. Am sichersten halbieren Sie die Frucht in einer Schüssel mit Wasser. Die Kerne sinken nach unten und die gelben Zwischenwände der Kammern schwimmen oben.

Ob sich die Mühe lohnt, ob der Apfel der Aphrodite wirklich gesund ist und welche Nährwerte er aufweist, erfahren Sie jetzt.

Granatapfel: Kalorien und Nährwerte der frischen Frucht

Im deutschen Supermarkt können Sie Granatäpfel von Juni, bis Dezember frisch ergattern. In den Sommermonaten stammen die Früchte meistens aus Marokko, Tunesien oder Israel. Im Herbst und im Winter beliefern uns Spanien und Italien. Die knallroten Kerne sind sehr saftig und schmecken süß-säuerlich.

Sie passen wunderbar ins Frühstücksmüsli. Einen Obstsalat runden sie geschmacklich perfekt ab. Aber auch als Beilage zu Wild oder in der Soße eines exotischen Fleischgerichtes können Sie die kleinen, roten Kerne verzehren. Und wenn Sie die nachfolgenden Nährwerte betrachten, werden Sie feststellen, dass der Granatapfel wunderbar in eine gesunde und ausgewogene Ernährung passt.

Die Angaben zu Kalorien und Nährwerten beziehen sich auf 100 Gramm frischen Granatapfel:

  • 310 kJ / 74 kcal
  • 0,75 Gramm Eiweiß
  • 0,63 Gramm Fett
  • 16,75 Gramm Kohlenhydrate

Der Granatapfel besteht zum größten Teil aus Wasser. Ganze 79,1 Gramm sind nämlich in 100 Gramm der Frucht enthalten. Sein Zuckergehalt teilt sich auf in 7,9 Gramm Fructose und 7,2 Gramm Glucose. Auch die Ballaststoffe sind mit 2,2 Gramm ein wichtiger Bestandteil, der unserer Gesundheit zu Gute kommt.

Der Energiewert des Granatapfels liegt mit 74 Kilokalorien auf 100 Gramm zwar höher als von manch heimischer Frucht, wie beispielsweise dem Apfel oder den Erdbeeren, aber an Banane oder frische Dattel kommt er nicht heran. Und weil die kleinen, roten Kerne außerdem unseren Gaumen mit einer interessanten Geschmacksrichtung verwöhnen, eignen sie sich perfekt, um einen Obstsalat oder gemischten Salat abzurunden.

Granatapfel

Wer auf seine schlanke Linie bedacht ist, kann den Apfel der Aphrodite auch getrost als kleine Zwischenmahlzeit verzehren. Durch seinen Zuckergehalt spendet er Energie. Mit fast 80 Prozent Wasseranteil ist er ein hervorragender Durstlöscher. Und so ganz nebenbei versorgt uns die leckere Frucht auch noch mit Vitaminen und Mineralstoffen.

Wenn es Ihnen zu mühsam erscheint, die kleinen Kerne alle einzeln auszulösen, können Sie stattdessen auch den erfrischenden Saft des Granatapfels genießen. Um an den Saft zu gelangen, benötigen Sie lediglich eine Zitronenpresse. Halbieren Sie die Frucht und pressen Sie sie wie eine Zitrusfrucht aus. Der Saft wird mit Mineralwasser gemischt und ergibt eine leckere, prickelnde Saftschorle.

Apfel Kalorien

Kalorien und Nährwerte von Granatapfel Muttersaft

Als Muttersaft bezeichnet der Händler den Saft, den er bei der ersten Pressung einer Frucht erhält. Der Muttersaft weist einen Fruchtgehalt von 100 Prozent auf. Er darf nur fruchteigene Aromen enthalten. Und auch das Wasser im Muttersaft stammt nur aus der Frucht selber. Damit der Saft nicht allzu trübe ausfällt, werden seine Trübstoffe manchmal zu geringen Teilen entfernt. In der Regel bezeichnen die Händler hauptsächlich Direktsäfte aus sehr säurehaltigen Früchten als Muttersäfte. Daher sind sie im Geschmack sehr intensiv.

Das trifft auch auf den Muttersaft von Granatapfel zu. Wegen seines hohen Säuregehalts wird er nicht pur getrunken, sondern mit Wasser gemischt oder für einen Smoothie verwendet. Mit seiner Geschmacksnote, die ein wenig an Johannisbeersaft erinnert, kann er sowohl Obst- wie auch Gemüse-Smoothies optimal ergänzen.

Im Folgenden erfahren Sie, wie es um die Kalorien und die Nährwerte von 100 Milliliter Granatapfel Muttersaft bestellt ist:

  • 260 kJ / 62 kcal
  • 0,55 Gramm Eiweiß
  • 0,35 Gramm Fett
  • 13,85 Gramm Kohlenhydrate

Granatapfel-Gummibärchen: Übrigens können Sie den leckeren Granatapfelsaft nicht nur trinken. Mit folgendem Rezept fertigen Sie Ihre eigenen Granatapfel-Gummibärchen. Die schmecken als selbstgemachte Nascherei nicht nur besonders köstlich, sondern helfen Ihnen außerdem beim Kaloriensparen. Denn selbstverständlich enthalten die hausgemachten Fruchtgummis keinen Zucker. Als Zutaten benötigen Sie:

  • 60 Gramm Sofort-Gelatine (Pulver)
  • 100 Milliliter Wasser
  • 150 Milliliter Granatapfel Muttersaft
  • 1 Spritzer Zitronensaft
  • Stevia nach Gusto

Und so wird’s gemacht: Gießen Sie das Wasser in einen kleinen Topf und bringen Sie es zum Kochen. Sobald das Wasser kocht, nehmen Sie den Topf vom Herd und rühren den kalten Granatapfel Muttersaft unter. Geben Sie eine Spritzer Zitronensaft in das heiße Granatapfelsaft-Wasser und mischen Sie nun so viel Stevia unter, dass der Saft weder zu süß noch zu sauer ist. Dann fügen Sie die Sofort-Gelatine zu und rühren sie mit einem Schneebesen gut ein. Schöpfen Sie den entstandenen Schaum ab, bevor Sie die Flüssigkeit in Silikonförmchen gießen und für mindestens zwei Stunden kalt stellen.

Ist der Granatapfel gesund?

Der Granatapfel ist die wohl älteste bekannte Heilfrucht. In vielen Kulturen wird sie schon seit Jahrhunderten genutzt. So gilt der Apfel aus dem Paradies nicht nur als wohlschmeckend, sondern auch als Aphrodisiakum. Doch wer sich die Inhaltsstoffe des Granatapfels genauer betrachtet, dem ist rasch klar: Dieser Apfel kann noch viel mehr! Der Granatapfelsaft enthält beispielsweise 20 verschiedene Polyphenole, die antioxidativ wirken und die menschlichen Zellen vor schädlichen Einflüssen schützen.

Es wurde in verschiedenen Studien nachgewiesen, dass die Inhaltsstoffe des Granatapfels sogar vorbeugend gegen Krebs wirken. Die Antioxidantien des leckeren Saftes schützen unsere Zellen vor reaktionsfreudigen Sauerstoffmolekülen. Sie können Entzündungen abblocken und angeblich lässt sich mithilfe des süßsauren Trunks sogar der Alterungsprozess hinauszögern. Aber auch mit Vitaminen und Mineralstoffen kann der Apfel der Aphrodite aufwarten. Denn er ist besonders reich an Vitamin B und E.

Sowohl Vitamin E wie auch die Wirkung der Antioxidantien sorgen für eine schöne, straffe Haut. Die Vitamine aus der B-Gruppe regen den Stoffwechsel an und können im Zusammenspiel mit den Antioxidantien bei einer Diät helfen. Auch mit Kalzium für die Knochen, Kalium für den Elektrolythaushalt der Zellen und Eisen für die Blutbildung kann die gesunde Frucht punkten. Und last but not least soll sich der Granatapfel auch günstig auf das Blutfett und den Cholesterinspiegel auswirken.

Granatapfel zum Abnehmen

Eine eigene Granatapfel-Diät gibt es zwar nicht, dennoch kann die süßsaure Frucht zum Abnehmen beitragen. Das liegt einerseits an ihren Inhaltsstoffen, die das Schmelzen der Fettpölsterchen unterstützen. Andererseits am relativ niedrigen Energiewert, der den Granatapfel als Naschwerk interessant macht. Ein Mythos ist es jedoch, dass nur durch das Essen von Granatapfelkernen bereits die Pfunde purzeln. Es hilft NICHT beim Abnehmen fünf Mal wöchentlich zusätzlich zu den gewohnten Mahlzeiten einen Granatapfel zu essen. Im Gegenteil, der zusätzliche Zucker kann zur Gewichterhöhung beitragen.

Wenn Sie aber statt abends vor dem Fernseher eine Tüte Chips zu knabbern, sich über ein Schälchen mit den kleinen, roten Granatapfelkernen hermachen, trägt das in doppelter Hinsicht zur Gewichtsreduzierung bei. Denn erstens, regen die Antioxidantien aus dem Paradiesapfel den Stoffwechsel und somit auch die Fettverbrennung an. Und zweitens nehmen Sie mit einem Schälchen Granatapfelkernen wesentlich weniger Kalorien zu sich, als mit einer halben Tüte Chips. Und das Schöne dabei ist: Auch die kleinen, rubinroten Kerne lassen sich Stück für Stück genüsslich in den Mund schieben.

Auch als Brotaufstrich können Sie die kleinen Kerne zubereiten. Mischen Sie dazu eine Handvoll Granatapfelkerne mit etwas kalorienarmem Frischkäse. Wenn Sie den selber gemachten Aufstrich auf eine Scheibe Knäckebrot auftragen, erhalten Sie einen schmackhaften Snack, mit dem sich der Heißhunger nach Süßem wunderbar stillen lässt. Gleichzeitig kurbeln Sie die Fettverbrennung an und stärken außerdem die Abwehrkräfte Ihres Körpers.

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