Kalorien Guide - Kalorien, Kohlenhydrate, Eiweiß, Fett - Nährwerte von Lebensmitteln

Negative Kalorien

Wenn es um das Thema Abnehmen geht, ist hin und wieder von "negativen Kalorien" die Rede. Was sind negative Kalorien eigentlich? Ist das ganze ein Mythos oder hilft die Theorie dahinter beim Abnehmen? Eine Kalorie ist eine physikalische Größe aus der Wärmeenergie. Es handelt sich um eine veraltete Maßeinheit, die die Wärmemenge bestimmt, welche dazu nötig ist, ein Gramm/Kilogramm Wasser um ein Kelvin zu erwärmen. Da zum Erwärmen immer Energie notwendig ist, kann der Kalorienwert nicht negativ sein.

Was sind negative Kalorien?

Die Bezeichnung "negative Kalorien" stammt aus der Werbung. Sie soll suggerieren, dass es Lebensmittel gibt, bei deren Verdauung bzw. Verbrennung der Körper mehr Kalorien verbraucht, als in diesen Lebensmitteln enthalten ist. Wer ein Lebensmittel mit negativen Kalorien zu sich nimmt, soll abnehmen. Das würde aber wiederum auch bedeuten, je mehr dieser Lebensmittel am Tag gegessen werden, umso mehr wird abgenommen. Ein Beispiel hierfür wäre das berühmte Sellerie-Beispiel:

Es wird der berühmte Sellerie gegessen, der angeblich bei seiner Verdauung mehr Energie verbraucht, als er selber mitbringt. Dann würde der Sellerie-Esser, der sich einen Tag lang nur von großen Mengen an Sellerie ernährt, am Abend wesentlich weniger wiegen.

Das ist aber nicht so. Denn die Kalorienmenge, die der Körper benötigt um den Sellerie zu verdauen, wurde bei der Kalorienangabe des Gemüses bereits berücksichtigt. Zur Verdauung eines Lebensmittels werden im Schnitt zwischen 10 und 20 Prozent der Kalorienmenge verbraucht, die dieses Lebensmittel hat. Das heißt, es bleiben zwischen 80 und 90 Prozent übrig. Hat das Lebensmittel einen niedrigen Kaloriengehalt, wie zum Beispiel der Sellerie, bleiben wenig Kalorien, die dem Körper als Energiequelle zur Verfügung stehen, übrig.

Negative Kalorien

Negative Kalorienbilanz

Wer eine Diät macht, die darin besteht nur Lebensmittel zu sich zu nehmen, die zusammen eine sogenannte negative Kalorienbilanz aufweisen, der führt seinem Körper täglich weniger Kalorien zu, als er verbrauchen kann. Der Körper benötigt nicht nur zur Verdauung Energie, sondern für jede Körperfunktion. Vom Augenzwinkern über das Atmen bis hin zur Fortbewegung wird Energie verbraucht.

Es gibt eine positive Kalorienbilanz, eine ausgeglichene sowie eine negative. Bei der ausgeglichenen Kalorienbilanz stimmt die tägliche Kalorienzufuhr mit dem Kalorienverbrauch überein. Der Körper kann für seine Funktionen die Energie der Nahrung verwenden. Das Gewicht wird gehalten. Bei der positiven Kalorienbilanz wird ein höherer Kaloriengehalt zu sich genommen, als der Körper verbrauchen kann. Die überschüssige Energie wird als Fettpölsterchen eingelagert, das Gewicht steigt.

Wer seinem Körper auf längere Zeit weniger zuführt, als dieser verbrauchen kann, nimmt ab. Mit der negativen Kalorienbilanz muss der Organismus, um die lebensnotwendigen Prozesse aufrechterhalten zu können, auf körpereigene Reserven zurückgreifen. Diese Reserven sind Fettpölsterchen, die dann abgebaut werden.

Ist die negative Kalorien Ernährung gesund?

Obwohl es sich bei den Lebensmitteln mit niedrigem Kaloriengehalt in erster Linie um Obst und Gemüse, also um gesunde Lebensmittel handelt, kann eine einseitig aufgebaute Diät nicht gesund sein. Dem Körper sollten stets alle Stoffe, die er für ein gesundes Funktionieren benötigt, zur Verfügung gestellt werden. Auch eine Ernährung, die hauptsächlich aus Vitaminen und Ballaststoffen besteht, ist eine einseitige Ernährung.

Wer abnehmen will, ohne mit seiner Gesundheit Raubbau zu betreiben, der sollte auf eine bewusste, ausgewogene Ernährung achten. Dabei können Lebensmittel, die wenig Kalorien aufweisen bevorzugt und in größeren Mengen aufgenommen werden, als Lebensmittel mit vielen Kohlenhydraten und Fett. Aber auf Eiweiß und gesunde Fette sollte nicht verzichtet werden, denn diese beiden sind für unseren Körper lebensnotwendig.

Auf diese Weise geht das Abnehmen zwar langsamer vonstatten, aber es ist gesünder. Das Schöne ist, dass diese Art des Abnehmens nachhaltiger ist. Weil nach der Diät nicht der übliche Heißhunger besteht und meistens die umgestellte Ernährung beibehalten wird. So hat auch der Jojo-Effekt keine große Chance die verlorenen Kilos wieder zurückzubringen.

Negative Kalorien: Liste mit Lebensmitteln

Um die negative Kalorienbilanz zu erleichtern, ist es sinnvoll zu wissen, welche Lebensmittel mit sowenig Kalorien behaftet sind, dass sie zwar satt machen, aber dem Körper nicht viel Energie liefern. Daher wurde im Folgenden eine kleine Liste zusammengestellt, die die wichtigsten dieser Lebensmittel umfasst. Es sei nochmals darauf hingewiesen, dass es keine negativen Kalorien gibt und dass es ungesund ist, sich einseitig zu ernähren. Bei einer Diät sollten die folgenden Lebensmittel vermehrt verzehrt werden, aber nicht ausschließlich:

Gemüse: Aubergine, Blumenkohl, Brokkoli, Champignons, Chicorée, Chinakohl, Endivien, Fenchel, Grüne Bohnen, Gurke, Karotten, Kohlrabi, Kopfsalat, Kresse, Lauch, Mangold, Paprika, Peperoni, Radieschen, Rettich, Sauerkraut, Sellerie, Spargel, Spinat, Steinpilze, Tomate, Zwiebel.
Eine Übersicht finden Sie hier in der Kalorientabelle für Gemüse:

Kalorientabelle Gemüse

Obst: Brombeere, Erdbeere, Grapefruit, Himbeere, Honigmelone, Mandarine, Orange, Papaya, Pfirsich, Pflaume, Preiselbeeren, Rhabarber, Rote Johannisbeere, Schwarze Johannisbeere, Stachelbeeren, Wassermelone, Zitrone.
Eine Übersicht finden Sie hier in der Kalorientabelle Obst.