Kalorien Guide - Kalorien, Kohlenhydrate, Eiweiß, Fett - Nährwerte von Lebensmitteln

Rotwein: Kalorien und Nährwerte

Rotwein ist ein Wein, der aus roten beziehungsweise blauen Trauben hergestellt wird. Im Gegensatz zum Weißwein und zum Roséwein wird der Rotwein auf den Schalen vergoren. Das heißt, die festen Bestandteile wie Schalen und Kerne bleiben in der Maische enthalten. Erst nach mehreren Tagen, manchmal sogar einem Monat, wird die Maische ausgepresst. Weil nicht der Beerensaft rot ist, sondern die Farbstoffe der Traube in der Schale sitzen, entsteht Rotwein. Je länger der Wein bei der Gärung mit den Schalen zusammenbleibt, desto farb- und geschmacksintensiver wird er.

Obwohl nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofes die Pfälzer ihren Rotwein zur Vermarktung nicht mit dem Attribut "bekömmlich" versehen dürfen, hält sich die Aussage, dass Rotwein gesund ist. Wer etwas von gesunder Ernährung versteht, wird sich besonders für Nährstoffe des Rotweins interessieren und für seinen Kaloriengehalt.

Rotwein: Kalorien und Nährwerte

Beim Kaloriengehalt des Rotwein kommt es vor allem auf den Gehalt von Alkohol an. Ein leichterer Rotwein hat in der Regel weniger Kalorien als ein schwerer Rotwein. Dennoch sind die Werte für den Rotwein immer als Durchschnittswerte zu sehen, da es auch auf die Süße und die Weintrauben, ihre Zeit an der Sonne, ankommt. Nachfolgend die Kalorien und Nährwerte von 100 ml Rotwein, trocken und lieblich:

100 ml Rotwein trocken:

  • 286 kJ / 68 kcal
  • 0,2 Gramm Eiweiß
  • 0 Gramm Fett
  • 2,4 Gramm Kohlenhydrate

100 ml Rotwein lieblich:

  • 327 kJ / 78 kcal
  • 0,2 Gramm Eiweiß
  • 0 Gramm Fett
  • 2,6 Gramm Kohlenhydrate

Lieblicher Rotwein hat einen höheren Kaloriengehalt als trockener, da er süßer ist. 1 Glas Rotwein trocken (125 ml) kommt demnach auf ca. 358 kJ / 85 kcal, während 1 Glas Rotwein lieblich auf einen Kaloriengehalt von ca. 409 kJ / 98 kcal kommt.

Rotwein Kalorientabelle

Da, wie bereits erwähnt, beim Rotwein der Gehalt an Alkohol und die Süße eine Rolle spielt, nachfolgend in einer Kalorientabelle ein paar rote Weine mit ihren Kalorien und Nährwerten als Beispiele:

rote Weine Menge Kalorien E (g) F (g) KH (g)
Rotwein 11 % vol (Qualitätswein) 100 ml 286 kJ / 68 kcal 0,2 0 2,4
Rotwein 13 % vol (Syrah) 100 ml 347 kJ / 83 kcal 0,1 0 2,5
Rotwein 17 % vol (Zinfandel) 100 ml 368 kJ / 88 kcal 0,1 0 2,9
Fruchtwein 8-10 % vol 100 ml 310 kJ / 74 kcal 0,1 0 5
Dessertwein 16-18 % vol 100 ml 669 kJ / 160 kcal 0,2 0 37,6
Marsala 18 % vol Süßwein 100 ml 849 kJ / 203 kcal 0,1 0 70

Ist Rotwein gesund oder nicht?

Ende der 70er Jahre haben Forscher festgestellt, dass Franzosen, die wesentlich fetthaltigere Speisen zu sich nahmen und viel mehr rauchten als die Bewohner anderer Industrieländer, dennoch wesentlich weniger Herzinfarkte zu beklagen hatten. Mit ein Grund für dieses Phänomen, das auch als französisches Paradoxon bezeichnet wird, soll der Genuss des täglichen Gläschens Rotwein der Franzosen sein. Um diese Feststellung zu untermauern, wurden zahlreiche Studien und Experimente gemacht, die jedoch alle keine eindeutigen Beweise lieferten.

RotweinEs besteht die Möglichkeit, dass die These zutrifft. Weil der Rotwein sowohl aus dem Beerensaft, als auch aus den Schalen gewonnen wird, weißt er einen relativ hohen Gehalt an Polyphenolen auf. Diese Inhaltsstoffe befinden sich in den Schalen der Früchte und gelangen durch die besondere Herstellung des Rotweins auch in den Wein.

Polyphenole sollen im menschlichen Körper die Blutfettwerte verbessern und die Arterienverkalkung verhindern. Dadurch würde das Risiko auf einen Herzinfarkt gesenkt. Die Wirkung dieser Stoffe ist jedoch bisher nur in einzelnen Zellen nachgewiesen niemals aber beim ganzen Menschen. Außerdem ist nicht geklärt, wie viel der im Rotwein enthaltenen Polyphenole im Körper ankommen und wie viele bereits in der Leber abgebaut werden.

Aus all diesen Gründen kann die gesundheitlich positive Auswirkung des Gläschens Rotwein nicht als wissenschaftlich bestätigt gelten. Worin sich jedoch alle Wissenschaftler einig sind, ist, dass der übermäßige Genuss von Rotwein ungesund ist.

Dies liegt an der hohen Alkoholkonzentration des Weines, die immerhin bei circa 10 Prozent liegt. Wissenschaftlich belegbar ist nämlich, dass übermäßiger Alkoholkonsum zu vielen Krebserkrankungen, insbesondere zu Kehlkopfkrebs, Rachenkrebs oder Speiseröhrenkrebs führen kann. Aus diesem Grund darf der Rotwein nicht als gesund bezeichnet werden.

Wieviel Rotwein ist gesund?

Wie erwähnt ist Rotwein nur dann eventuell der Gesundheit förderlich, wenn er in moderaten Mengen zu sich genommen wird. Um herauszufinden, was eine moderate Menge ist, haben Wissenschaftler nachgeforscht, ab wann der Alkoholgenuss für den Menschen schädlich ist.

Dabei wurde festgestellt, dass Frauen weniger Alkohol vertragen als Männer. Bei Frauen ist die Leber bereits bei einem täglichen Alkoholkonsum von 20-30 Gramm gefährdet. Bei Männern ab 40-60 Gramm. Die Menge von 40 Gramm Alkohol wird mit vier 0,125-Liter-Gläschen Rotwein bereits erreicht.

Das Risiko von Kehlkopfkrebs steigt bei Männern bei einem täglichen Alkoholkonsum von 75 bis 100 Gramm um das 13fache an. Und die Gefahr, dass sich die Bauchspeicheldrüse entzündet, ist bereits bei 20 Gramm Alkohol täglich deutlich höher. Bereits bei 4 Gläschen Wein täglich wird die Spermienproduktion reduziert.

Wie aus diesen Werten zu ersehen ist, muss das tägliche Gläschen Rotwein, dass selbst von älteren Leuten oft als Geheimrezept für eine lange Lebensdauer empfohlen wird, sehr klein ausfallen. Um weder die Leber noch die Bauchspeicheldrüse zu reizen, um kein höheres Krebsrisiko einzugehen, und um nicht gar einer Zeugungsunfähigkeit Vorschub zu leisten, darf das Rotweingläschen keinesfalls 0,125 Liter am Tag überschreiten.

Als wirklich gesund darf der Rotwein daher leider nicht bezeichnet werden. Die gesundheitsfördernde Wirkung auf der einen Seite wird leider von einer negativen Wirkung auf der anderen Seite übertroffen. Aber um den Weintrinkern den Spaß nicht ganz zu verderben sei festgestellt, dass ein erhöhtes Risiko auf eine Krankheit ja noch lange nicht heißt, dass es zu der Krankheit kommen muss. Und wer sich gerne ein Gläschen Wein genehmigt, der muss das ja nicht täglich tun.

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