Kalorien Guide - Kalorien, Kohlenhydrate, Eiweiß, Fett - Nährwerte von Lebensmitteln

Schweinefleisch: Kalorien und Nährwerte

Das Hausschwein ist eines der ältesten Haustiere des Menschen. Während das Schwein früher auch der Resteverwertung diente und Küchenabfälle bekam, ist dies heutzutage in vielen Ländern aus hygienischen Gründen nicht mehr erlaubt. Schweine werden hauptsächlich auf Bauernhöfen gehalten. Fast die Hälfte des weltweit verzehrten Schweinefleisches stammt mittlerweile aus Massentierhaltung. Mit 66 Kilogramm durchschnittlichem Jahresverbrauch pro Kopf liegen die Österreicher an erster Stelle im Schweinefleischverzehr. Deutschland liegt mit 56 Kilogramm pro Kopf im Jahr auf Platz vier.

In vielen Ländern des Nahen Ostens und in Nord Afrika ist das Schweinefleischessen verpönt. Sowohl im Islam als auch im Judentum und bei einigen kleineren christlichen Religionen gilt das Schwein als unreines Tier, dessen Fleisch weder berührt noch gegessen werden soll. Nichtsdestotrotz schmeckt all denen, die ihn essen dürfen, der Schweinekrustenbraten vorzüglich und auch ein leckeres Schnitzel ist nicht zu verachten. Mit welchem Brennwert und wieviel Kalorien allerdings das Schweinefleisch zu Buche schlägt, ist für schlankheitsbewusste Esser durchaus von Bedeutung.

Schweinefleisch Kalorientabelle

SchweinefleischSchweinefleisch ist nicht mit einem Kaloriengehalt versehen, denn es hängt davon ab, welcher Teil des Schweins verzehrt wird, wie Fett das Fleisch ist. Schweineschnitzel, Kotelett, Filet oder gar Schweinebauch? Die wenigsten Kalorien weisen, abgesehen von Herz und Niere, das Schweinefilet auf, direkt gefolgt vom Schweineschnitzel und den Schweinelendchen. Mit den meisten Kalorien schlagen Schweinebacke, Schweinebauch wie auch Hackfleisch vom Schwein zu Buche. Nachfolgend die Kalorientabelle für jeweils 100 Gramm des entsprechenden Schweinefleischs:

  Menge Kalorien E (g) F (g) KH (g)
Backe - Schweinebacke 100 g 1.252 kJ / 299 kcal 17 26 0
Bauch - Schweinebauch 100 g 1.092 kJ / 261 kcal 18 21 0
Braten mit Schwarte 100 g 925 kJ / 221 kcal 18 17 0
Eisbein - Schweinshaxe 100 g 778 kJ / 186 kcal 19 12 0
Filet - Schweinefilet 100 g 439 kJ / 105 kcal 22 2 0
Hals - Schweinehals 100 g 690 kJ / 165 kcal 20 10 0
Herz - Schweineherz 100 g 406 kJ / 97 kcal 17 3 0
Hüfte - Schweinehüfte 100 g 452 kJ / 108 kcal 22 2 0
Kassler 100 g 632 kJ / 151 kcal 21 8 0
Kotelett - Schweinekotelett 100 g 558 kJ / 133 kcal 22 5 0
Leber - Schweineleber 100 g 540 kJ / 129 kcal 21 5 1
Lende - Schweinelende 100 g 452 kJ / 108 kcal 22 2 0
Mett - Hackfleisch 100 g 1.045 kJ / 250 kcal 18 20 0
Niere - Schweineniere 100 g 427 kJ / 102 kcal 17 4 0
Schnitzel - Schweineschnitzel 100 g 444 kJ / 106 kcal 22 2 0
Schulter - Schweineschulter 100 g 672 kJ / 161 kcal 20 9 0
Zunge - Schweinezunge 100 g 661 kJ / 158 kcal 16 10 0

Ist Schweinefleisch gesund oder ungesund?

Schweinefleisch ist nicht ungesund. Schweinefleisch gehört zwar nicht zu den mageren Fleischsorten, aber Stücke wie Hüfte, Schnitzel oder Filet enthalten nur zwei Prozent Fett. Auch der Cholesteringehalt von Schweinefleisch ist mit dem anderer Fleischsorten vergleichbar. Schweinefleisch ist keineswegs giftig, wie das oft fälschlicherweise behauptet wird. Schweinefleisch zählt zum roten Fleisch, ebenso wie Rindfleisch, Kalbfleisch, Fleisch von Schaf, Lamm, Ziege, Pferd, Kaninchen und Wildbret. Wer sich gesund und ausgeglichen ernährt, der isst automatisch nicht zu viel Schweinefleisch.

Qualitätsunterschied beim Schweinefleisch

Nicht nur beim Schweinefleisch, sondern generell beim Fleischkonsum sollte auf die Qualität größerer Wert gelegt werden als auf die Quantität. Erstens, weil zu viel Fleisch nicht gesund ist und zweitens weil im Fleisch minderer Güte sowohl Zusatzstoffe enthalten sind, als auch Giftstoffe.

Wenn das Schweineschnitzel zum Beispiel in der Pfanne auf die Hälfte zusammenschrumpft, kann das daran liegen, dass das hochgezüchtete Schwein, das meistens aus der Massentierhaltung stammt, vor und während der Schlachtung zu viel Stress entwickelt. Dadurch kommt es zu Stoffwechselvorgängen, die das Schweinefleisch blass, weich und wässrig machen.

Oft ist das, was als Schinken verkauft wird, in Wirklichkeit gepresste Brätmasse, die mit Wasser und Zusatzstoffen versetzt wurde und zusätzlich ein paar Schweinefleischstückchen enthält. Wer qualitativ hochwertiges Schweinefleisch kaufen möchte, der ersteht den Sonntagsbraten am besten beim Metzger seines Vertrauens. Schon geschmacklich ist es ein großer Unterschied, ob das Schweinefleisch aus der Massentierhaltung stammt, oder nicht.

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